Künstler erwarten Milliarden nach Eminem-Urteil

Künstler erwarten Milliarden nach Eminem-Urteil

Wie bereits im März berichtet, befand sich die Produktionsfirma F.B.T. im Rechtsstreit mit Universal Music. Insbesondere ging es dabei um zwei Hit-Alben des Rappers Eminem und der damit verbundenen Millionen-Forderung. Das jetzt gefällte Urteil könnte die Major Labels sogar Milliarden kosten.

Digitale Musikdownloads sind Lizenzdeals!

Der oberste Gerichtshof der USA hat nun endgültig den Anspruch von F.B.T. bestätigt und entschieden, dass digitale Musikdownloads Lizenzen an den Master-Aufnahmen sind, die nicht mit dem Verkauf von CDs vergleichbar sind. Somit liegt nun eine klare Trennung der Begriffe ‘Lizenz’ und ‘Kopie’ vor.

Das hat zur Folge, dass zahlreiche Künstler mit Verträgen, in denen keine Lizenzvergütung festgelegt wurde, jetzt auf Nachzahlungen bestehen können. Allerdings dürfte das i.d.R. nur Verträge betreffen, die vor 2000 abgeschlossen wurden. Gegenüber der Beteiligung von 10-15% bei CD-Verkäufen, ist die übliche Beteiligung bei Lizenzdeals mit 50% deutlich höher. Diese Differenz dürfte nun Künstler freuen und den Labels Kopfschmerzen bereiten.

Welche Forderung könnte auf die Labels zukommen?

David Kusek, Vizepräsident am Berklee College of Music, beziffert die möglichen Forderungen und damit den Schaden der Labels anhand eines groben Rechenbeispiels auf 2,15 Mrd. US-Dollar – allein für Downloads über iTunes. Der tatsächliche Gesamtbetrag könnte also sogar weit höher ausfallen, sofern alle betroffenen Künstler die Forderung geltend machen.

“This ruling has the potential to forever transform the very nature and structure of the recorded music business …  The very idea of copies just does not make any more sense in the digital age …  finally there is some light at the end of the tunnel for creative people looking to sustain a career as a musician.”
David Kusek, Vizepräsident am Berklee College of Music

…dem haben wir nichts hinzuzufügen!

Quelle: Huffington Post

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