Musik-Downloads bescheren erstes Wachstum seit 1999

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Der weltweite Musikmarkt befindet sich wieder im Aufschwung. Zwar ist das Umsatzwachstum mit 0,3% in 2012 noch bescheiden, aber es gibt erstmals seit 13 Jahren wieder ein Wachstum am Musikmarkt. Damit wurde ein historischer Wendepunkt erreicht, denn die stabilen Zuwächse im Digitalgeschäft konnten erstmalig die Verluste im Tonträgergeschäft ausgleichen.

Der Markt für digitale Musik wuchs 2012 um 9%. Der Umsatz stieg von 5,1 Mrd. in 2011 auf 5,6 Mrd. US-Dollar. Davon machten Musik-Downloads 70% und Musik-Streaming 10% aus. 62% aller Internetnutzer haben zudem in den letzten 6 Monaten einen legalen Musik-Service genutzt.

Musik-Streaming-Dienste sind beliebt wie nie zuvor und konnten die Anzahl der Premium-Abonnenten um 44% steigern. Weltweit gibt es damit ca. 20 Mio. zahlende Streaming-Nutzer. Auch die Reichweite der digitalen Musik-Services ist deutlich gestiegen. Die wichtigsten Musikdienste sind mittlerweile in 100 Ländern verfügbar. Im Januar 2011 waren es noch 23 Länder.

Der deutsche Musikmarkt hinkt der weltweiten Entwicklung weiter hinterher. Die digitalen Umsätze liegen hierzulande mit 20% des Gesamtmarktes deutlich unter dem internationalen Durchschnitt von 34%. CDs machen derzeit immer noch 70% des Umsatzes aus.

„Der digitale Wandel vollzieht sich in Deutschland zwar moderater, aber mit klarem Kurs: Den seit Jahren zweistelligen Zuwächsen im digitalen Segment steht ein rückläufiger, aber nach wie vor starker physischer Markt zur Seite.“
Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender BVMI

Die Spitze der internationalen Single-Charts wurde 2012 von Carly Rae Jepsen mit “Call Me Maybe” angeführt. Grammy- und Oscar-Gewinnerin Adele dominierte mit “21″ zum zweiten Mal in Folge die jährlichen Album-Charts.

Quelle: Bundesverband Musikindustrie

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