Deutscher Musikmarkt auf Wachstumskurs

Deutscher Musikmarkt auf Wachstumskurs

Der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) hat die Jahreszahlen des deutschen Musikmarktes bekannt gegeben. 2011 konnte die Musikindustrie erstmals seit 1997 ein kleines Wachstum von 0,1 Prozent verbuchen. Zwar ist der CD-Markt weiterhin rückläufig, aber die starken Umsätze aus dem Digitalgeschäft konnten diesen Rückgang kompensieren.

Der Gesamtumsatz mit Musik stieg auf 1,67 Mrd. Euro. Damit bleibt Deutschland drittgrößter Musikmarkt der Welt. Der Umsatz mit physischen Tonträgern sank um 3,8%. Allerdings konnte der digitale Musikmarkt erneut deutlich zulegen. Dank rund 70 legalen Anbietern und 7,7 Mio. Konsumenten wuchs der deutsche Digitalmarkt um 21,2% auf 247 Mio. Euro Umsatz.

Besonders beliebt sind nach wie vor Einzeltrack- (+30,3%) und Album-Downloads (+27,8%). Aber auch der Streaming-Markt hat hierzulande großes Potential. Innerhalb weniger Monate ist die Anzahl der legalen Anbieter von 2 auf 9 gestiegen. Zudem ergab eine Studie, dass 6% der Deutschen bereits Musik-Abonnements nutzen und weitere 22% sich vorstellen können in Zukunft ein Streaming-Abonnement abzuschließen. Dennoch liegt der Umsatzanteil digitaler Musik am gesamten Musikmarkt mit 16,6% weiter deutlich hinter dem weltweiten Durchschnitt von 31%.

„Die Streaming-Dienste demonstrieren anschaulich den Paradigmenwechsel, der in der Musiknutzung stattgefunden hat: Der Käufer entscheidet individuell, wie und wann er seine Musik hören und gegebenenfalls sammeln will – oder sogar, ob er diese überhaupt noch selbst besitzen möchte. Darüber hinaus bieten sie gerade denjenigen, die sich bislang umsonst illegal mit Musik im Netz versorgt haben, eine Brücke zum legalen Musikkonsum.“
Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer BVMI

Die neuen Zahlen zum gesamten deutschen Musikmarkt fallen sogar besser aus als erwartet. Noch im Februar 2011 prognostizierte die GfK das erstmals 2013 mit einem Wachstum zu rechnen wäre. Die Zahlen aus 2011 und dem ersten Quartal 2012 lassen aber darauf schließen, das bereits im laufenden Jahr erstmals ein mehrprozentiges Wachstum zu erwarten ist.

Quelle: Bundesverband Musikindustrie

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